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Laktose
Laktose ist ein Disaccharid (Zweifachzucker) und besteht aus je einem Molekül Galaktose und Glukose. Laktose wird in den Milchdrüsen synthetisiert und kommt ausschließlich in Milch vor.
In menschlicher Muttermilch befinden sich 4 bis 7 Prozent Laktose, in der Kuhmilch 4 bis 5 Prozent.
In der Dünndarmwand ist das Enzym Laktase vorhanden, das die Laktose in ihre zwei Zuckermoleküle aufspaltet.
Laktose ist für den Säugling in den ersten Monaten das einzige Nahrungskohlenhydrat.
Es bewirkt die Bildung einer erwünschten Darmflora. Auf diese Weise fördert Laktose indirekt die Calcium-, Phosphat-, Magnesium- und Eisenresorption und die Vitaminsynthese durch Darmbakterien.
Die Laktoseintoleranz beruht auf einem Mangel, beziehungsweise einer verminderten Aktivität der Laktase in der Dünndarmschleimhaut. Die Ursache ist noch nicht genau bekannt.
Je nach Enzymaktivität wird eine geringe Menge an Laktose vertragen.
Wird mehr Laktose aufgenommen, als Laktase zum Aufspalten vorhanden ist, so gelangt diese in die unteren Darmabschnitte und wird hier von Bakterien unter anderem zu Milchsäure, Essigsäure und Kohlenstoffdioxid abgebaut.
Dadurch kommt es zu Durchfällen und Blähungen mit mehr oder weniger starken Schmerzen.
Eine Behandlung kann nur durch starke Einschränkung oder je nach Schweregrad durch Elimination der Laktose aus der Nahrung erfolgen. Die Laktose ist ein Zweifachzucker (Disaccharid) bestehend aus den Einfachzuckern Galaktose (Schleimzucker) und Glukose (Traubenzucker). Viele Menschen vertragen Laktose (Milchzucker) nicht. Menschen mit glutensensitiver Enteropathie leiden oft an einer Laktoseintoleranz.
