Energiebedarf

Der Energiebedarf setzt sich zusammen aus dem Grundumsatz des Körpers, der postprandialen Thermogenese, dem Zuschlag für den Leistungsumsatz und dem individuellen Mehrbedarf (Wachstum, Schwangerschaft oder Stillzeit). Der Grundumsatz ergibt sich aus dem Bedarf des Organismus für alle permanenten Organleistungen.
Die Thermogenese ist die Energie, die für den Transport und die Speicherung der Nahrung und zur Umsetzung in Wärme benötigt wird.
Der Leistungsumsatz hängt von der Arbeitsschwere bei unterschiedlichen Berufs- und Freizeitaktivitäten ab.
Die Höhe des Grundumsatzes ist abhängig von Alter, Geschlecht, Körperoberfläche, Körpermasse, Körperzusammensetzung, Hormonstatus, Ernährungsstatus, Klima und Höhenlage.
Zusätzliche individuelle Einflussfaktoren auf den Energiebedarf können Über– oder Untergewicht, Leistungssport, Aufenthalt in extremen Klimaten oder Erkrankungen sein.

In Deutschland ist die Energiezufuhr seit etwa einem Jahrhundert wesentlich geringfügiger gesunken als der berufsbedingte Energieverbrauch. Aus diesem Grund ist die Überernährung bei gleichzeitigem Bewegungsmangel, aus epidemiologischer Sicht, die wichtigste Ursache des weit verbreiteten Übergewichts. Der Energiebedarf in den fortgeschrittenen Stadien der Schwangerschaft und besonders in der Stillzeit ist erhöht. Aber Schwangere und Stillende müssen sicher nicht „für zwei essen“. Bis zum Ende der Schwangerschaft steigt der tägliche Energiebedarf auf 300 Kilokalorien (kcal) zusätzlich an. Während der Stillzeit braucht der Organismus der Stillenden nochmals mehr Energie. Für die Produktion von 850 ml Muttermilch werden zusätzlich 400 kcal benötigt. Während der Stillzeit ist der Energiebedarf um 500 bis 1000 Kilokalorien erhöht. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen nicht abnehmen.

 
 
 

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